Ingeborg Bauer                           Bild

 


Aktuell: PORTUGAL – Lyrisches Kaleidoskop
 

 

PORTUGAL,
Lyrisches Kaleidoskop

(2017)

 

ISBN 978-3744890526        

€ 11,99

 

                

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Books on Demand GmbH

Gutenbergring 53

D-22848 Norderstedt

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Portugal liegt am steilen Abhang Europas. Die Algarve am südwestlichen Rand besteht aus vulkanischem Gestein und aus einem Gemisch aus Sand und porösem Kalk, was zu einer spektakulären Küste führt. Das Cabo de São Vicente stellt den westlichsten Punkt Europas dar. Jenseits dieser ‚Säulen des Herkules‘ vermutete man das Ende der Welt. Und von hier nahm die Eroberung der Welt ihren Ausgang.

 

Portugals Geschichte, insbesondere sein Goldenes Zeitalter, steht im Mittelpunkt einer Reise, die auf das Jahr 2005 zurückgeht. Lissabon, Tomar, Batalha, Coimbra sind nur einige der besuchten Städte, die mich zu eigenen Überlegungen angeregt haben. Eine Wanderreise 2017 ergänzt dieses kulturelle Bild durch die Begegnung mit der Natur der Vizentinischen Küste.

 

Dieses Buch will kein Reiseführer im engeren Sinn sein, sondern will dazu anregen, nachzudenken über Geschehenes und Erlebtes. Es kann auch als Einführung in dieses interessante Land dienen, das aus seiner exponierten Lage heraus eine ganz eigene Kultur entwickelt hat.

 


 

Lissabon

 

In Lissabon

dominieren zuweilen - anders als

in vom Islam beherrschten Ländern -

die Fenster, die hochgeschossenen Fassaden

schlacksig und schlank

mit farbig scharf umrissenen Augen, die

wie in heftig geschminkten Gesichtern,

diese betonen - und doch stehst du

vor blinden Scheiben, die deine Blicke

abperlen lassen wie tränenden Regen -

und die Träume ihrer Bewohner

bleiben dir fremd wie ihre Tränen.

Die hochgetürmten Fassaden

bewahren die Stille

trotz des Lärms in den Gassen.

Nur die flatternde Wäsche

kündet vom Alltag

der Menschen.

 

 

Das Fragmentarische der Utopie

 

Dieser Drang nach dem Unendlichen,

der fast zwanghaft

und in Konsequenz

unwillkürlich

ins Unvollendete,

ins Offene des Fragments führt -

in die unendliche Zahl der Sterne,

in die unvollendeten Kapellen von Batalha -

dieses Alles-Wollen,

dieses Alles-Begreifen-Wollen,

das notwendigerweise

unerreichbar und

utopisch im Traum verharrt.

 

Die Manuelinik

erscheint mir recht eigentlich

als Teil der portugiesischen

Saudade: diese Paradoxie

des Empfindens,

dieses Auseinanderfallen

von Wunsch und Wirklichkeit,

diese Zersplitterung von

Ich und von Welt.

Splitter, die bei Pessoa hart wie Diamant,

eine gemeinsame Fassung verweigern.

Die stets sichtbar bleibenden Ränder

der Azulejos in den großen Gemälden!

Sie sind die Leistung von Pessoas „anderen“,

die sich eher in die äußere Wirklichkeit

zu fügen wissen.

 

 

Westküste (Rota Vicentine) II

 

Dunkelblau grenzt das Meer

an den hellblauen Himmel.

Eine Weite, die die Krümmung

des Globus ahnen lässt.

In Ufernähe rollen Wogen

weiß und schäumend

blau durchwirkt

dem Sandstrand

aus rötlichem Ocker

entgegen, klatschen

Wellen gegen den dunklen Fels.

Oben auf den Dünen

schiebt sich ein Vorhang

aus Binsen dazwischen

und lässt alles zum Traumbild

verschwimmen.

 

 

An nebligen Tagen,

die wir nicht hatten,

müssen Felsfigurationen

zum Menschen sprechen

und Geschichten erzählen

von alten, uralten Zeiten,

vor der Mensch kam

und hier mit der

Weite des Meeres

konfrontiert, sich

in seine Schranken

verwiesen, klein

und doch geborgen

fühlte, anmaßend zu Zeiten,

auch sich in Demut

unterwerfend.

 

 

Felsenküste bei Lagos

 

Felsformationen,

die an Bilder Paul Klees erinnern –

Wärme in den herbstlichen

Farben von Macchie und Stein –

Pinien, die sich dem Sturm

beugen – Durchbrüche

hin zum blauen Meer.

 


Aktuell: Doris Knapp – Stationen eines Künstlerlebens
 

 

Doris Knapp,
Stationen eines Künstlerlebens

(2017)

 

ISBN 978-3-8448-1092-9        

€ 6,99

 

 

 

 

 

            

      

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Gutenbergring 53

D-22848 Norderstedt

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Das Buch stellt eine Würdigung des künstlerischen Schaffens von Doris Knapp dar. Ich lernte sie vor 20 Jahren in einer Galerie für zeitgenössische Kunst kennen, für die ich zu der Zeit tätig war. Seitdem  habe ich ihre Arbeit begleitet, die von Freundschaft und gegenseitiger Empathie getragen war. Ich schrieb in einem Katalog, „dass Bezüge da sind  zwischen ähnlichen Erfahrungen an unterschiedlichen Orten und dass Erinnerungen zerlaufen wie Farben, dass unsere inneren Bilder am Geflecht der Erinnerungen orientiert sind.“

 

Wort und Bild - Berührungen zwischen bildender Kunst und Sprache

 

Das Wort erscheint stärker verbunden mit dem Realen, Greifbaren, ist Notation. Andererseits hat das Wort eine Konnotation. Es enthält Gefühle, Wertungen, die sich je nach Sprecher oder Leser unterscheiden.  Wird der Lyriker von einem Bild berührt, so sucht er dieses Erlebnis in Worte zu fassen. Die mögen näher  oder entfernter von dem sein, was der bildende Künstler bewusst oder unbewusst gestaltet hat. Im  glücklichen Fall kommt es zu einem Dialog, einer Erweiterung des bildhaften Gedankens, ohne dass eine Übereinstimmung angestrebt wird.

 


 

„Tempus fugit“

 

Lebenslauf

schwarz auf weißem Grund

Lebenslauf

weiß auf schwarzem Grund

Lebensentwurf

Lebensverlauf

spiegelbildlich -

widersprüchlich?

Vita brevis

ars longa.

 

 

Fäden

zarte und kraftvolle

zerfasernde

ausgefranste Taue

verstrickt

verhakt

verknotet -

entknotet

entwirrt

gelöst -

das Auf und Ab

einer mehrdimensionalen

Fieberkurve

nicht festzumachen

nicht zu entziffern - doch spürbar

die Wiederkehr

Rituale

Höhen und Tiefen

die schwarze und weiße Version:

In der Spiegelung der Entwürfe

die Suche nach

dem Sein.

 

 

Verweht

           das Erinnern

           an die Dünen der Kindheit

           die Sommerwiesen

           das kleine Kleid, aus dem man            

           eines Tages herausgewachsen war

verwaschen

           so manche Geschichte

           die zu häufig erzählt

           und ihren Glanz verlor

           anders als Rilkes Kinderschürze

Der Wind weht

und lässt das Erinnern

sanft und luzide

vorübergleiten.

 

 

Blaues Erinnern

 

blauer Lavendel

von Rosenblut

getränkt

 

blaues Erinnern

in Lust und Leid

getränkt

 

das Flattern

weißer Falter macht

blaues Erinnern

ungekränkt

 

 

Doris Knapp

Helle Spur

(2014)

 

Wo sich das Blau verdichtet

verläuft die helle Spur

des Erinnerns – Identitätssuche

Identitätsfindung – an manchen

Tagen klärt sich das Bunte

Verworrene des Lebens

und fügt sich ins tiefe Blau

des kosmischen Raums.

 


 

Für Vimala: Insel Haikus - Mauritius


Bisher Erschienen:

 

Mental Maps

ISBN 3- 89906-447-X

 

Das Blau des Himmels aber birgt den Engel

ISBN 3-89906-795-9

                                                                      

Traumverwandt - die Schatten der Dinge

BilderSprache - SprachBilder                 

ISBN 389906597 - 2

 

Sommerschwer die Vogelbeerdolden

ISBN 978-3-89906-596-1

 

Die Melodie des Ölbaums und der Palme

Reisen in den Maghreb

ISBN 978-3-8334-6807-0

 

Am Blauen Rand Europas

Inseln im östlichen Mittelmeer

ISBN 978-3-8370-1574-4

 

Ägyptischer Bilderbogen

Tagebuch einer Ägyptenreise

ISBN 978-3-8370-8722-2

 

Es streift eine dunkle Flöte
            ISBN 978-3-8391-4233-2

 

Annette von Droste-Hülshoff - eine Annäherung

ISBN 978-3-8391-4670-5

 

Von Wald, Wasser und Wind und einer bewegenden Geschichte

Polen - Baltikum - St. Petersburg

ISBN 978-3-8423-4030-5

 

Im Bannkreis Venedigs

Venedig - Kroatien - Korfu

ISBN 978-3-8423-5850-8

 

Peer Gynt und das menschliche Maß

Gedanken zu einer Norwegenreise

ISBN 978-3-8448-1092-9

 

Spiegel innerer Räume

Lyrik zu Bildern von Paul Klee

ISBN 978-3-8448-1601-3

 

Wege in die Abstraktion

Lyrische Betrachtungen

ISBN 978-3-7322-3992-4

 

Auch am Rand ist in der Mitte
eine (nicht nur) literarische Reise durch Irland

ISBN 978-3-7322-3730-2

 

Ikonen der Kunst
Betrachtungen zur Bildtradition in Ost und West
ISBN 978-3-7357-2157-0

 

Distel – dornige Schönheit
Auf Spurensuche in Schottland

ISBN 978-3-7357-2157-0

 

von der Zeit

ISBN 978-3-7392-2470-1

 

AugenBlicke

Teil I: Augenblicke der Menschheit

ISBN 978-3-741-29301-6

Teil II: Gesicht und Auge – Porträt und Maske

ISBN 978-3-741-29306-1

Teil III: Das Auge in der Moderne

ISBN 978-3-741-29309-2

 

 

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